Gründüngung und Zwischenfruchtanbau: Ein informativer Leitfaden

August 15, 2025

Gründüngung und Zwischenfrüchte werden zu unverzichtbaren Werkzeugen in der modernen Landwirtschaft. Sie bieten eine natürliche Möglichkeit, die Bodengesundheit zu verbessern, die Biodiversität zu erhöhen und eine nachhaltige Landbewirtschaftung zu unterstützen.

Was sind Gründüngung und Zwischenfrüchte?

Gründüngung besteht aus Pflanzen, die speziell dafür angebaut werden, im grünen Zustand in den Boden eingearbeitet zu werden. Ihre Hauptaufgabe ist die Zufuhr von organischer Substanz, die Wiederherstellung von Nährstoffen und die Verbesserung der Bodenstruktur.

Zwischenfrüchte ähneln den Hauptkulturen, erfüllen aber einen etwas anderen Zweck. Sie werden angebaut, um die Bodenoberfläche zwischen den Hauptkulturen zu schützen. Diese Pflanzen tragen dazu bei, Erosion zu verringern, Bodenverdichtung zu verhindern und Nährstoffverluste während Bracheperioden zu begrenzen.

Warum sollte man sie verwenden?

Die Einbeziehung von Gründüngung oder Zwischenfrüchten in die Fruchtfolge bietet viele Vorteile. Sie verbessern die Bodenstruktur, machen den Boden widerstandsfähiger gegen Starkregen und speichern Feuchtigkeit in Trockenperioden besser.

Ihre Wurzeln fördern das Bodenleben, darunter Regenwürmer, die eine Schlüsselrolle für die langfristige Fruchtbarkeit spielen. Indem sie den Boden bedecken, reduzieren diese Pflanzen außerdem die Nährstoffauswaschung und unterdrücken Unkraut – wodurch der Bedarf an Herbiziden sinkt.

Die richtigen Nutzpflanzen auswählen

Verschiedene Pflanzenarten bieten unterschiedliche Vorteile. Hier sind einige gängige Beispiele:

Hülsenfrüchte wie Klee, Wicke und Luzerne binden Stickstoff aus der Luft. Sie verbessern die Bodenfruchtbarkeit und locken Bestäuber an.

Kreuzblütler wie Senf, Ölrettich und Grünkohl haben tiefe Wurzeln. Diese helfen, verdichtete Böden aufzulockern und Nährstoffe zu recyceln.

Gräser und Getreidearten wie Schwarzhafer, Futterroggen und Triticale produzieren viel Biomasse. Sie schützen den Boden und verbessern seine Struktur.

Schnellwachsende Kräuter wie Phacelia und Buchweizen bilden rasch einen dichten Bodendecker. Sie unterdrücken Unkraut und bieten Insekten Lebensraum.

Wie man sie einrichtet und verwaltet

Der Zeitpunkt ist entscheidend. Die meisten Gründüngungs- und Zwischenfruchtarten werden direkt nach der Ernte der Hauptkultur ausgesät – in der Regel im Spätsommer oder Frühherbst.

Schnellwachsende Arten eignen sich ideal für späte Aussaaten. Winterharte Sorten überstehen den Winter und schützen den Boden bis zum Frühjahr.

Sie können die Samen mit einer Sämaschine gleichmäßig verteilen oder sie für eine schnellere und kostengünstigere Methode breitwürfig ausbringen. Leichtes Walzen des Bodens nach der Aussaat hilft, die Feuchtigkeit zu speichern und den Kontakt der Samen zu verbessern.

Die Pflanzen können je nach Ihren Zielen einige Monate oder eine ganze Saison im Boden bleiben. Wenn es Zeit ist, sie zu entfernen, sollten Sie dies mindestens drei Wochen vor der Aussaat der nächsten Kultur tun. Dadurch hat das Pflanzenmaterial Zeit, sich zu zersetzen, und das Risiko von Schädlingen oder Krankheiten wird verringert.

Finanzielle Unterstützung verfügbar

Gründüngung und Zwischenfrüchte können aufgrund ihrer ökologischen Vorteile unter Umständen finanziell gefördert werden. Beispielsweise bietet das Programm „Sustainable Farming Incentive“ (SFI) Zahlungen für stickstoffbindende Pflanzen und vielfältige Zwischenfruchtmischungen. Diese Programme tragen dazu bei, Kosten zu senken und nachhaltige Anbaumethoden zu fördern.

Zusammenfassung der gängigen Optionen

Anbauart Wichtigste Vorteile Typische Verwendung
Hülsenfrüchte Stickstofffixierung, verbesserte Fruchtbarkeit, bestäuberfreundlich Frühjahrs- oder Spätsommeraussaat
Kreuzblütler Bodenverdichtung aufbrechen, Nährstoffrecycling Herbstsaat
Gräser/Getreide Hohe Biomasse, Erosionsschutz, Bodenschutz Winterabdeckung
Kräuter (Phacelia, Buchweizen) Schnelle Bodenbedeckung, Unkrautunterdrückung, Förderung der Biodiversität Flexible Aussaatzeiten