Was ist regenerative Landwirtschaft?

Dezember 5, 2023

Alle reden über regenerative Landwirtschaft…


Regierungseinfluss

Im Zuge des Strebens nach Klimaneutralität und der Reduzierung des CO₂-Fußabdrucks ist regenerative Landwirtschaft in der Agrarbranche in aller Munde. Die Dekarbonisierung der landwirtschaftlichen Emissionen stellt zweifellos eine Herausforderung dar, und das Ziel einer klimaneutralen Wirtschaft bis 2050 ist ein ambitioniertes Vorhaben für den Agrarsektor.

Die Landwirtschaft ist unweigerlich mit Emissionen verbunden, beispielsweise durch Tierhaltung und Düngemitteleinsatz. Der kürzlich von der Regierung vorgestellte „Netto-Null-Wachstumsplan“ ( https://www.gov.uk/government/publications/powering-up-britain ) besagt jedoch, dass diese Praktiken zur Sicherung der britischen Lebensmittelindustrie fortgeführt werden müssen, während die Emissionen „so weit wie möglich“ reduziert werden sollen. Regenerative Landwirtschaft ist möglicherweise eine der wenigen Möglichkeiten, wie die britische Landwirtschaft die von der Regierung festgelegten Netto-Null-Ziele erreichen kann. Regenerative Landwirtschaft ist keineswegs ein radikaler Plan, der im Verbot der Rinderhaltung gipfelt; sie stellt vielmehr einen neuen Ansatz für die Landwirtschaft dar, der auf Erhaltung und Renaturierung basiert. Regenerative Landwirtschaft lässt sich durch die folgenden fünf Schlüsselprinzipien zusammenfassen…


Minimierung der Bodenbearbeitung

Der Boden ist das wertvollste Gut eines landwirtschaftlichen Betriebs. Bei den in der regenerativen Landwirtschaft propagierten Minimalbodenbearbeitungs- und Direktsaatverfahren ist der Boden in der Regel gesünder und speichert Wasser und Nährstoffe besser. Minimalbodenbearbeitung und Direktsaat verzichten auf Pflügen und intensive Bodenbearbeitung und nutzen Maschinen wie die Moore Unidrill Direktsaatmaschine. Dadurch wird der Boden besser vor Überschwemmungen und Dürre geschützt und der Düngemittelbedarf reduziert, da mehr Nährstoffe im Boden verbleiben. Insgesamt verbessern sich Bodenstruktur und -gesundheit deutlich, und die Auflaufrate der Pflanzen steigt. Darüber hinaus schont die minimale Bodenbearbeitung Regenwürmer und andere Organismen, reduziert den Arbeitsaufwand und die Kraftstoffkosten und trägt somit zur Verringerung der Treibhausgasemissionen bei.


Beseitigung von unbedecktem Boden

Die Beseitigung von unbewachsenem Boden durch Stoppelreste oder Zwischenfruchtanbau reduziert Bodenerosion und Oberflächenabfluss, die schädlich für Wasserlebewesen sein und zu Wasserverschmutzung führen können. Bodenerosion und Oberflächenabfluss entstehen durch die intensive Einwirkung von Witterungseinflüssen wie Starkregen, Hitze und Wind. Unter dem Schutz von Stoppelresten oder Zwischenfrüchten ist der Boden diesen Einflüssen nicht ausgesetzt. Zwischenfruchtanbau führt außerdem dazu, dass mehr Kohlenstoff gebunden und nicht in die Atmosphäre freigesetzt wird. Der Erhalt lebender Wurzeln im Boden ist zudem essenziell für das Überleben der Bodenlebewesen.


Integration von Vieh- und Ackerbaubetrieben

Hierbei werden Tiere und Pflanzen zu einem einzigen Ökosystem vereint. Anstatt Viehzucht und Pflanzenproduktion wie üblich getrennt zu betreiben, schafft die regenerative Landwirtschaft einen Kreislauf: Die Pflanzen ernähren die Tiere und die Tiere die Pflanzen. So fördert beispielsweise die Beweidung mit Schafen oder Kühen das Pflanzenwachstum und führt dem Boden über den Dung natürliche Nährstoffe zu, anstatt teure chemische Mittel einzusetzen.


Anbau einer Vielfalt von Nutzpflanzen/Erhöhung der pflanzlichen Artenvielfalt

Die Integration verschiedener Pflanzenarten in ein Fruchtfolgesystem erhöht die Vielfalt der Nährstoffe, die durch Wurzeln und natürliche Zersetzung in den Boden gelangen. Dies wiederum lockt Insekten an, die natürliche Fressfeinde von Schädlingen sind. Fruchtfolge sorgt zudem für ein Gleichgewicht zwischen Nährstoffaufnahme und -aufnahme durch die Pflanzen. Eine höhere Biodiversität stärkt außerdem die Widerstandsfähigkeit des Bodens, da er sich besser an veränderte Bedingungen anpassen kann. Dies ist besonders wichtig bei Unwettern oder Schädlingsbefall.


Minimierung des Chemikalieneinsatzes

Chemische Betriebsmittel wie Düngemittel sind nicht nur teuer in der Anschaffung, sondern belasten auch unseren Planeten. Bei ihrer Herstellung werden zahlreiche Treibhausgase freigesetzt, die dann auf unsere Böden gelangen und dort die Artenvielfalt beeinträchtigen sowie Gewässer durch Abfluss verschmutzen können.


Sind Sie bereit für den Wandel hin zur regenerativen Landwirtschaft?

Nach dem Lesen des Obigen mag es so aussehen, als sei Ihr Betrieb noch nicht bereit für die Veränderungen, die ein regenerativer Ansatz mit sich bringen könnte, und als seien die von der Regierung festgelegten Netto-Null-Vorgaben viel zu hoch. Die Website des britischen Ministeriums für Umwelt, Ernährung und ländliche Angelegenheiten (DEFRA) stellt jedoch klar, dass die im Netto-Null-Plan beschriebenen Maßnahmen „auf den bereits erzielten Fortschritten der Landwirte aufbauen“. Man sollte bedenken, dass allein seit 1990 die Emissionen der Landwirtschaft um 12 % gesunken sind. Darüber hinaus reduzierte der Milchsektor zwischen 2000 und 2020 seine Treibhausgasemissionen um 12 % und steigerte gleichzeitig die Milchproduktion um 11 % bei 21 % weniger Rindern.


staatliche Zuschüsse

Selbstverständlich gibt es auch erhebliche Anreize für Landwirte, die einen regenerativen Landwirtschaftsansatz in Betracht ziehen. Diese wurden im Rahmen des Programms zur Förderung nachhaltiger Landwirtschaft (Sustainable Farming Incentive) ( https://www.gov.uk/government/collections/sustainable-farming-incentive-guidance ) und des Programms zur Förderung der ländlichen Entwicklung (Countryside Stewardship Scheme) ( https://www.gov.uk/guidance/countryside-stewardship-get-funding-to-protect-and-improve-the-land-you-manage ) dargelegt. Landwirte können sich auch im aktuellen Update zur Umweltlandbewirtschaftung ( https://www.gov.uk/government/publications/environmental-land-management-update-how-government-will-pay-for-land-based-environment-and-climate-goods-and-services/environmental-land-management-elm-update-how-government-will-pay-for-land-based-environment-and-climate-goods-and-services ) informieren, wie sie dafür belohnt werden können. Weitere Maßnahmen umfassen den Landwirtschaftsinvestitionsfonds ( https://www.gov.uk/guidance/farming-investment-fund ) und das Landwirtschaftliche Innovationsprogramm ( https://farminginnovation.ukri.org/ ). Eine vollständige Übersicht über einmalige und laufende Zahlungen finden Sie auf der Seite „Förderung für Landwirte und Landmanager“ ( https://www.gov.uk/guidance/funding-for-farmers ) auf der Website GOV.UK.


Abschluss

Zum Schluss noch ein kurzer Hinweis auf unsere Produkte: Die Anschaffung einer Direktsaatmaschine ist eine Möglichkeit, wie Ihr Betrieb auf regenerative Landwirtschaft umsteigen kann. Regenerative Landwirtschaft ist derzeit sehr gefragt, doch Moore Unidrill verfolgt dieses Ziel bereits seit fast fünfzig Jahren – mit nachweislichen Erfolgen und einer weltweit anerkannten Marke. Unser Säsystem arbeitet mit Minimalbodenbearbeitung oder Direktsaat und maximiert die Bodengesundheit ohne Ertragseinbußen. So trägt es dazu bei, dass Ihr Betrieb die Klimaneutralitätsziele der Regierung erreicht. Möchten Sie mehr darüber erfahren, wie eine Moore Unidrill den Umstieg Ihres Betriebs auf regenerative Landwirtschaft erleichtern kann? Rufen Sie uns unter 028 2766 4444 an oder finden Sie Ihren Händler vor Ort hier: https://www.moore-unidrill.com/find-dealers-distributors/ .